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letzte Aktualisierung:

19.02.2012 21:06:49

Schildnasenkobra

Aspidelaps lubricus lubricus

Die Schildnasenkobra ist auch unter der Bezeichnung Südafrikanische Korallenschlange bekannt. Schildnasenkobras sind kleine Schlangen, die eine Körperlänge von 60 bis 80 Zentimetern erreichen. Der kurze Kopf setzt sich kaum vom Hals ab und weist einen Schnauzenschild auf, der ebenso breit wie hoch ist. Diese Schlange ist gelborange gefärbt und weist zwischen 20 und 47 schwarze Querbinden auf. Ihre Augen weisen eine runde Pupille auf. Der Körperbau ist von schlanker Statur.

 

Als Giftnatter zählt die Schildnasenkobra zu den Giftschlangen mit feststehenden, vorderständigen Giftzähnen (Elapidae). Ihr Gift ist ein mittelstarkes Neurotoxin, also ein Nervengift, das die Weiterleitung der elektrischen Nervenimpulse verhindert. Nach einem Biss von Aspidelaps lubricus treten oft kaum systemische (den ganzen Körper betreffende) Symptome auf. Es kann allerdings zu neurologischen Problemen wie Kopfschmerzen, Sehstörungen, Augenliederschlaffung (Ptosis), Schluck- und Atembeschwerden und ausgeprägten Lähmungserscheinungen sowie Bewusstseinsstörungen kommen.

Die Schildnasenkobra legt eine äusserst zurückgezogene Lebensweise an den Tag. Sie ist eine nachtaktive und häufig wühlende Schlange. Sie verlässt das schützende Erdreich zumeist nur in der Nacht und bei Dämmerung oder nach starken Regenfällen.

 Die Art ist leicht reizbar, wenn sie gestört wird. Bei Erregung richtet sie den Vorderkörper auf und spreizt die Nackenhat zu einem schalen Hut, ähnlich den echten Kobras. Dabei zischt sie und stösst mit, zumeist geschlossenem Maul, zu.

Die Nominatform der Schildnasenkobra kommt im Süden des Afrikanischen Kontinents in der Kapprovinz und im Oranje-Freistaat Südafrika's vor.

Für das Wohlbefinden der Tiere ist eine Lufttemperatur von ca. 28°C bis 32°C notwendig. Als Bodengrund verwende ich, wie in allen Terrarien, Tierwohl Super® von dem ich eine kleine Stelle um das obligatorische Wassergefäß feucht halte. Ein passendes Versteck darf nicht fehlen.

Als Futter kommen der Größe entsprechende Nager oder auch Kückenteile in Betracht. Hartnäckige Futterverweigerer können auch mit Futtergeckos oder kleinen Schlangen zum fressen gebracht werden. Diese Art ist eierlegend.

Ein ausbruchsicheres Terrarium und den Schutz vor Zugriff von anderen Personen setze ich zur Haltung als selbstverständlich voraus.

Gifttier