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Westliche Hakennasennatter

letzte Aktualisierung:

29.04.2012 21:09:34

Ein sehr interessanter Pflegling der durch seine Zähigkeit und sein auffälliges Aggressionsverhalten besticht.

Durch ihr großes Verbreitungsgebiet das von Süd-Kanada bis Nord-Mexiko reicht besitzt die Hakennasennatter eine große Temperaturtoleranz. Die Haltung der Tiere gestaltet sich einfach. Die tagaktiven Tiere sind im Gegensatz zu den meisten anderen Schlangen immer wieder auf ihren Streifzügen durch das Terrarium am Tage zu beobachten. Besonders ausgeprägt ist Verhalten bei einer vermeintlichen Bedrohung.

Fühlt sich die Schlange bedroht, so ringelt sie sich um den eigenen Körper, richtet sich auf und plattet die Halsregion ab. Unter lautem zischen stösst Heterodon mit geschlossenem Maul zu und vollzieht ihren Scheinangriff. Lässt sich der Angreifer davon nicht beeindrucken, dreht sich die Schlange auf den Rücken, öffnet das Maul und lässt die Zunge schlaff heraus hängen. Die Absonderung eines übelriechenden Sekrets und das bluten aus dem Maul soll signalisieren "Ich bin tot und nicht zum Verzehr geeignet". Nach einigen Minuten züngelt das Tier und versucht zu erkunden ob die Luft wieder rein ist. Danach dreht sich die Schlange wieder auf den Bauch und sucht das Weite.



Auch in Sachen Mimikry ist die Westliche Hakennasennatter ein Meister. Sie ähnelt in Zeichnung und Färbung der im gleichen Gebiet lebenden giftigen Massasauga (Sistrurus catenatus) einer Klapperschlangenart.


Sistrurus catenatus

Heterodon nasicus nasicus

Diese Art habe ich zur Zeit nicht im Bestand!

Als eigentliche Frosch- und Krötenfresser gehen die Tiere aber auch auf Mäuse in geeigneter Grösse. Lediglich  auf das Verfüttern lebender Mäuse sollte verzichtet werden, weil die Tiere keinen effektiven Tötungsmechanismus besitzen. Die westliche Hakennasennatter erwürgt ihre Beute nicht. Sie ist vielmehr im Besitz von nach hinten versetzten Giftzähnen ohne Furchen und einer Giftdrüse die ein für den Menschen nur lokal wirkendes Gift produzieren. Das Gift der Heterodon wirkt zwar bei Fröschen und Kröten, reicht aber bei Mäusen nicht zum Töten der Beutetiere aus. Durch die nach hinten versetzten Giftzähne werden die Mäuse am lebenden Leib "perforiert" und hinuntergewürgt.