letzte Aktualisierung:
29.04.2012 21:09:34
Über weite Gebiete der USA lebt die Gewöhnliche Strumpfbandnatter Thamnophis sirtalis. Mit insgesamt 12 Unterarten hat sie sich zu einer der beliebtesten Terrarienpfleglingen entwickelt.
Meine Tiere gehören zu der Unterart Thamnophis sirtalis sirtalis und sind sogenannte melanistische Tiere.
Diese Schlangen sind durchgehend schwarz gefärbt. Zeichnungsmuster können vielleicht noch erahnt werden. Aufgrund ihre seltenen natürlichen Vorkommen ist diese Variante in einigen Bundesstaaten der USA geschützt.
Besonders interessant macht die Gewöhnliche Strumpfbandnatter die Tatsache dass sie keine Eier legt. Vielmehr bringt sie ihre Jungen lebend zur Welt. Die ovovivipare Fortpflanzung geschieht dadurch dass die Eier im Mutterleib heranreifen. Die Bildung einer Kalkschale wäre hinderlich und findet deshalb nicht statt. Während des Geburtsvorganges, oder kurz darauf, durchstossen die Jungen die schützenden Eihülle und kommen so praktisch lebend zur Welt.
Gut lassen sich die Gewöhnliche Strumpfbandnattern gemeinschaftlich imTerrarium halten. Selbst Fütterungen laufen in der Regel ohne Zwischenfälle ab. Als Fisch- und Lurchfresser nehmen die Tiere kleine Fische, Stücke von Fischen, kleine Frösche oder auch mal eine Regenwurm zu sich. An die Haltungsbedingungen stellen Gewöhnliche Strumpfbandnattern keine große Ansprüche, gemässigtes Klima, eine nicht zu feuchte Haltung und einen Platz zum Wärmen genügen den Tieren um zu gedeihen.
Thamnophis sirtalis sirtalis
Geschlechtsreife erlangt die Gewöhnliche Strumpfbandnatter mit etwa 2 - 3 Jahren. Die Paarung findet nach einer mehrmonatigen Winterruhe bei etwa 8 bis maximal 10 Grad statt. Nach etwa 3 Monaten werden dann die Jungtiere geboren. Von der ersten Minute an sind die Tiere selbständig und können von den großen Tieren getrennt aufgezogen werden. Die Jungtiere werden in überschaubaren Gruppen gehalten. Die Bedingungen sind mit denen der adulten Tieren identisch.
Im Gegensatz zu früherer Meinung sind Thamnophen keine Wasserbewohnende Nattern. Aus hygienischen Gründen ist das Terrarium von Jungtieren mit einem Einstreu, statt mit Erde, versehen. Ein geeignetes Badebecken und ein paar Versteck- wie Klettermöglichkeiten sind für die Tiere unerlässlich.