Königsnattern und Kettennattern


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Westliche Hakennasennatter

Heterodon nasicus

Ein sehr interressanter Pflegling der durch seine Zähigkeit und sein auffälliges Aggressionsverhalten besticht.

Heterodon nasicus

Durch ihr großes Verbreitungsgebiet das von Süd-Kanada bis Nord-Mexico reicht besitzt die Hakennasennatter eine große Temperaturtoleranz. Die Haltung der Tiere gestaltet sich einfach. Die tagaktiven Tiere sind im Gegensatz zu den meisten anderen Schlangen immer wieder auf ihren Streifzügen durchs Terrarium am Tage zu beobachten. Besonders ausgeprägt ist Verhalten bei einer vermeintlichen Bedrohung.

Fühlt sich die Schlange bedroht, so ringelt sie sich um den eigenen Körper, richtet sich auf und plattet die Halsregion ab. Unter lautem zischen stößt Heterodon mit geschlossenem Maul zu und vollzieht ihren Scheinangriff. Läßt sich der Angreifer davon nicht beindrucken, dreht sich die Schlange auf den Rücken, öffnet das Maul und läßt die Zunge schlaff heraus hängen. Die Absonderung eines übelriechenden Sekrets und das bluten aus dem Maul soll signalisieren "Ich bin tot und nicht zum Verzehr geeignet". Nach einigen Minuten züngelt das Tier und versucht zu erkunden ob die Luft wieder rein ist. Danach dreht sich die Schlange wieder auf den Bauch und sucht das Weite.

Auch in Sachen Mimikrie ist die Westliche Hakennasennatter ein Meister. Sie ähnelt in Zeichnung und Färbung der im gleichen Gebiet lebenden Massasauga (Sistrurus catenatus) eine Klapperschlangenart.

Als eigentliche Froch- und Krötenfresser gehen die Tiere aber auch Mäuse in geeigneter Größe. Lediglich auf das Verfüttern lebender Mäuse sollte verzichtet werden, weil die Tiere keinen effektiven Tötungsmechanismus besitzen. Die westliche Hakennasennatter erwürgt ihre Beute nicht. Sie ist vielmehr im Besitz von nach hinten versetzten Giftzähnen ohne Furchen und einer Giftdrüse die ein für den Menschen nur lokal wirkendes Gift produzieren. Das Gift der Hetorodon wirkt zwar bei Fröschen und Kröten, reicht aber bei Mäusen nicht zum Töten der Beutetiere aus. Durch die nach hinten versetzten Giftzähne werden die Mäuse am lebenden Leib "perforiert" und hinuntergewürgt.

letzte Aktualisierung:26 Aug 2010

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